Der Winter 2026 zeigt sich von seiner extremen Seite. Temperaturen von bis zu minus 10 Grad, ein scharfer Ostwind und eine gefühlte Kälte von weit unter dem Gefrierpunkt prägen derzeit unseren Alltag. Der Boden ist tiefgefroren, Wasserflächen, wie auch der Saaler Bodden sind zu Eis erstarrt, und selbst die Buhnen an der Ostsee sind vereist. Langsam beginnt auch die Ostsee zu gefrieren. Dieses winterliche Schauspiel ist selten geworden und beeindruckt viele von uns – ein Stück Natur, wie man es nicht jedes Jahr erlebt. Doch so schön diese Winterlandschaft auch ist, sie bringt erhebliche Nachteile mit sich – besonders für ältere Menschen.
Die Vorteile: Ein Winter, wie man ihn kaum noch kennt



Der zugefrorene Bodden sorgt für klare, trockene Kälte und eine besondere Ruhe in der Natur. Wege, Wiesen und Gewässer wirken wie eingefroren in der Zeit. Viele empfinden diese klare Winterluft als belebend, und der Anblick der vereisten Landschaft weckt Erinnerungen an frühere Winter, die heute fast schon außergewöhnlich sind.

Die Nachteile: Gefahren und Einschränkungen im Alltag
Gleichzeitig stellt dieser Winter viele Menschen vor große Herausforderungen. Besonders problematisch sind nicht geräumte oder vereiste Wege. Vor allem vor Grundstücken von Ferienhausbesitzern oder Zweitwohnsitzen bleiben Gehwege häufig ungeräumt und sind mit Glatteis bedeckt. Aber auch auf öffentlichen Gehwegen wird nicht überall ausreichend gestreut.


Für ältere Menschen bedeutet das: Unsicherheit bei jedem Schritt. Viele trauen sich kaum noch allein nach draußen. Spaziergänge, Einkäufe oder Besuche bei Freunden werden eingeschränkt oder ganz vermieden. Stattdessen sind viele auf organisierte Hol- und Bringdienste angewiesen – ein Angebot, das dankbar angenommen wird, aber dennoch nicht die gewohnte Selbstständigkeit ersetzt.
Die Gefahr von Stürzen ist real und hoch. Schon ein kurzer Weg kann zur riskanten Herausforderung werden. Dadurch entstehen nicht nur körperliche Risiken, sondern auch soziale Folgen: Weniger Begegnungen, weniger spontane Kontakte und ein zunehmendes Gefühl von Isolation.
Unser gemeinsamer Auftrag
Dieser Winter macht deutlich, wie wichtig Rücksichtnahme und Verantwortung im Alltag sind. Geräumte und gestreute Gehwege sind keine Kleinigkeit, sondern ein entscheidender Beitrag zur Sicherheit und Lebensqualität – insbesondere für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Der Winter 2026 zeigt zwei Seiten: Er ist faszinierend in seiner Härte und Schönheit, aber auch fordernd und gefährlich. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu bleiben, Hilfe anzubieten und gemeinsam dafür zu sorgen, dass niemand durch Eis und Kälte ausgegrenzt wird.